Chinesische
Musik legt sehr viel Wert auf die fünf Zyklen der
fünf Elemente. Die fünf Elemente stehen in
verschiedenen Verhältnissen zueinander. Diese bezeichnet
man als Zyklen und unterteilt sie in erzeugende und steuernde.
Der erzeugende Zyklus wird auch als hervorbringender
oder fördernder Zyklus bezeichnet und drückt
sich in der folgenden Reihenfolge aus: Holz, Feuer, Erde,
Metall, Wasser, Holz usw. Dieser Zyklus läßt
sich insofern leicht verstehen, als das Aufwachen oder
Keimen das Hochsteigen bzw. das Wachstum ermöglicht,
und das Gewachsene die Stabilisierung und Wandlung sinnvoll
nach sich zieht usw.
In der musik-medizinischen Praxis geht es zwar sehr viel
differenzierter aber grundsätzlich nach eben diesem Prinzip voran. So in dem Werk "Der Gelbe
Kaiser und die Innere Medizin": "Das sedierende gong fördert das
Lungen-Yin; das tonisierende shang fördert das Nieren-Yang; das sedierende
yu fördert das Leber-Yin; Das tonisierende jue fördert das Herz-Yang;
Das sedierende zhi fördert das Milz-Yin.
Der steuernde Zyklus wird auch als unterdrückender oder kontrollierender
Zyklus bezeichnet und drückt sich in der folgenden Reihenfolge aus: Holz,
Erde, Wasser, Feuer, Metall, Holz usw. Erfahrene Ärzte der Chinesischen
Medizin nutzen diesen Zyklus in der Praxis genau so häufig wie der zuvor
genannten. Ein Beispiel aus der Chinesischen Musiktherapie nach den fünf
Elementen ist das folgende: Innere Unruhe, Schlaflosigkeit und Nervosität
sind typische Symptome der Überaktivität des Herz-Yang ( (Herzfeuer),
welche durch Mangel an Herz-Yin oder durch krankheitserregende Hitzeeinwirkung
von außen entstanden sind. Die beschriebenen Symptome können mit der
Tonart yu, welche dem Element Wasser zugeschrieben wird, geheilt oder zumindest
gelindert werden.
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