Yin
und Yang, die Grundbegriffe
im chinesischen Denken überhaupt
Unter Yin und Yang versteht man die zwei gegensätzlichen Aspekte eines Objekts
oder einer Phänomens. Sie widersprechen sich, ergänzen sich und sind
gegenseitig abhängig. Ihnen werden auszugsweise Charaktereigenschaften zugeschrieben,
wie sie in der folgenden Tabelle abzulesen sind.
Die Lehre wird ebenso auf den Menschen angewandt. Die Meridiane unterscheiden
sich in Yin und Yang, entsprechend die inneren Organe bzw. Funktionskreise, die
durch die Meridiane mit der Umwelt verbunden sind, ferner die pathologischen
Erscheinungen und die Konstitutionen.
Relativität der Verhältnisse zwischen Yin und Yang
Die Zugehörigkeit einer Sache zu Yin oder Yang ist eine relative; Yin und
Yang sind als nicht absolut als absolut zu verstehen.
Abb.1: Das Taiji-Zeichen, im Westen
auch Yin-Yang-Zeichen genannt
Im Yin gibt es Yang; in Yang gibt es Yin, die Grenze ist fließend. Innerhalb
des einen Aspekts kann man wiederum Yin und Yang unterscheiden.Diese Unterscheidung
ist für die chinesische Musiktherapie nach den fünf Elementen sehr
wichtig, weil daraus die Entscheidung, ob diesedierende oder die tonisierende
Kombination eingesetzt werden soll, folgt.
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